Gemeinsam mit Lateinamerika globale Herausforderungen meistern

Lateinamerika-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (LADW) und Lateinamerika-Verein e.V. (LAV) haben heute ein Positionspapier mit Empfehlungen für die neue Bundesregierung veröffentlicht.

Für die deutsche Wirtschaft gewinnt die Kooperation mit den lateinamerikanischen Volkswirtschaften eine immer größere strategische Bedeutung, auch angesichts der steigenden globalen Herausforderungen.

Das Positionspapier konzentriert sich auf fünf Schwerpunkte:

1. Mit Lateinamerika sollte die Entwicklung von Technologien für Emissionsminderung und CO2-freier Stromerzeugung, der Kreislaufwirtschaft sowie im Bereich von IoT und KI gefördert werden. Die Region kann einen entscheidenden Beitrag für den Erfolg einer umfassenden ökologischen und digitalen Transformation leisten.

2. Die Lateinamerika-Politik der Bundesregierung sollte langfristig und ressortübergreifend vorangetrieben werden. Die vom Auswärtigen Amt initiierte Lateinamerika-Karibik-Initiative ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die deutsche Wirtschaft begrüßt es sehr, dass ihre Fortsetzung im Koalitionsvertrag verankert wurde.

3. Auch die europäische Zusammenarbeit mit der Region sollte von Deutschland proaktiv gestärkt werden. Dazu gehört insbesondere die Unterstützung für die Ratifizierung der EU-Handelsabkommen mit Mexiko, Chile und dem Mercosur.

4. Vor den brasilianischen Wahlen im Oktober 2022 sollte sich die neue Bundesregierung so positionieren, dass ein wirtschaftspolitischer Neustart mit jedweder brasilianischen Regierung möglich wird. Nur durch intensiven politischen Dialog auf höchster Ebene werden gemeinsame Lösungen z. B. beim Schutz des Regenwaldes gefunden.

5. Eine konsequente politische Flankierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit der Region müsste durch die Bundesregierung erfolgen, um die Stellung der deutschen Industrie durch verbesserte Rahmenbedingungen in den lateinamerikanischen Ländern zu fördern.

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© Pixabay/Sangkuriank28

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