Gemeinsam auf dem Weg zu einer stärkeren, resilienteren Industrie
Das deutsch-brasilianische Handelsvolumen in den nächsten Jahren verdoppeln, diese Losung setzte Bundeskanzler Friedrich Merz bei den 42. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstagen. Auch Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sieht viel Potenzial in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen, vor allem bei Digitalisierung, erneuerbarer Energie, nachhaltiger Mobilität, Sicherheit und Verteidigung, Künstlicher Intelligenz, Biotechnologie, Datensicherheit und anderem. Das EU-Mercosur-Handelsabkommen, das am 1. Mai 2026 vorläufig in Kraft treten wird, bietet für die Intensivierung der Zusammenarbeit beste Voraussetzungen.
Diese positive Grundstimmung prägte die Wirtschaftstage am 19. und 20. April auf der HANNOVER MESSE, die mit über 700 Teilnehmenden sehr gut besucht war. Zum Auftakt der Konferenz erklärte LADW-Vorsitzender Thomas Schmall, Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG und CEO von Volkswagen Group Components:
„Brasilien zählt zu den wichtigsten Investitionsstandorten für die deutsche Industrie im Ausland. Deutsche Unternehmen erwirtschaften dort mit 244 000 Mitarbeitenden jährlich fast 70 Milliarden Euro. Damit ist das Land bereits heute der viertgrößte Markt außerhalb Europas.
Die Voraussetzungen für eine engere Partnerschaft sind so gut wie selten zuvor. Jetzt ist der Moment, Potenzial in gemeinsames Wachstum zu überführen. Dafür brauchen wir wirtschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen.“
Auf der Bühne waren sich alle einig: Resilienz entsteht durch Partnerschaft. Brasilien und Deutschland können gemeinsam neue Märkte erschließen, Lieferketten breiter aufstellen und sich für eine offene, regelbasierte Wirtschaftsordnung einsetzen. Die 43. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage werden 2027 in Londrina (Brasilien) stattfinden.










