Wir haben viel mehr gemeinsam als gedacht
Zehn junge Landwirtinnen und Landwirte aus Brasilien haben vom 31. August bis 10. September gemeinsam mit deutschen Nachwuchskräften Agrarbetriebe, Unternehmen und Institutionen in Deutschland besucht. Im Mittelpunkt standen Innovation, Nachhaltigkeit und die Zukunft der Landwirtschaft und Agrarindustrie.
Die Reise hat gezeigt, dass beide Länder trotz unterschiedlicher Produktionsbedingungen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Nur wenn die Bedingungen der Landwirtschaft in Brasilien und Europa verstanden werden, lassen sich Differenzen überwinden und tragfähige Lösungen für beide Seiten entwickeln.
Das gilt besonders dann, wenn verschiedene Interessen und Auffassungen aufeinandertreffen, wie aktuell in der Debatte um EU-Importverbote für brasilianisches Fleisch. Gemeinsame Regeln und Standards müssen eingehalten werden. Gleichzeitig werden pragmatische Lösungen gebraucht, die das Vertrauen bewahren und dafür sorgen, dass die wirtschaftlichen Vorteile des EU-Mercosur-Abkommens für alle Partner tatsächlich spürbar werden.
Das „Young Farmers Exchange Program“ wird von der Deutsch-Brasilianischen Initiative für Zusammenarbeit in Agribusiness und Innovation (AI) getragen – mit dem Ziel, die nächste Generation für die bilaterale Kooperation zu gewinnen. Projektpartner sind der brasilianische Verband der Agrarindustrie (ABAG) und der LADW mit Unterstützung der Landwirtschaftsministerien beider Länder. Dass das Projekt innerhalb weniger Monate mit realisiert werden konnte, ist in hohem Maße der Bayer AG zu verdanken, die den ersten Austausch finanziert. Mit der Umsetzung des Programms in Deutschland wurde die Andreas Hermes Akademie (AHA) beauftragt.
Im Frühjahr 2027 reisen die deutschen Nachwuchslandwirte zum Gegenbesuch nach Brasilien.
Impressionen der Delegationsreise
© Bayer AG/Henrik Sosnitza






