Ein entscheidendes Jahr 2018 erwartet uns in Lateinamerika!

Richtungsweisende Verhandlungen laufen derzeit auf Hochtouren: Neben einer möglichen Nafta-Neugestaltung gehen die Modernisierung des EU-Mexiko-Globalabkommens und das seit fast 20 Jahren erwartete Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur in die – hoffentlich – finalen Runden. Ob mit Erfolg oder nicht – das wird sich im kommenden Jahr zeigen. Die politischen Konstellationen für diese strategische Annäherung beider Regionen sind derzeit sehr gut. Das politisch günstige Zeitfenster könnte sich aber Mitte 2018 bedingt durch den Wahlkampf in Brasilien wieder schließen.

Auch in der zweiten großen Volkswirtschaft Lateinamerikas, Mexiko, wird es im nächsten Jahr spannend: Dort stehen im Juli Wahlen für das Staatsoberhaupt sowie Senatoren und Abgeordnete an. Und wie zuletzt in verschiedenen EU-Ländern sind die Ausgänge der Wahlen alles andere als gewiss! Gerade aber für Brasilien sind sie entscheidend. Erst kürzlich wurde die schwere und lange Rezession überwunden und die Wachstumsprognosen konnten wieder nach oben korrigiert werden. Zentrale Voraussetzung für die gute Konjunktur bleibt einmal mehr politische Stabilität. Auch Kolumbien wählt im Mai Präsident und Kongress neu. Und zusätzlich sorgt Argentinien für Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit durch die G20-Präsidentschaft – erstmals in einem südamerikanischen Land.

Daher ist es wichtig und richtig, dass auch wir die Entwicklungen in der Heimat von über 4.000 Unternehmen mit deutschen Hintergrund und knapp 50 Mrd. € Investitionsbestand genauer verfolgen und natürlich weiterhin mehr Lateinamerika wagen!

Foto von Andreas Renscher

Andreas Renschler

LADW-Vorsitzender und Mitglied des Konzernvorstands der Volkswagen AG

Sunday Brief N°7

Dieser Sunday Brief ist auch als PDF mit der Kolumne, Stimme und dem Leitartikel verfügbar.

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